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Schädlinge

Eichenprozessionsspinner (EPS) bekämpfen

Der Eichenprozessionsspinner (EPS) ist ein nachtaktiver Falter aus der Familie der Zahnspinner, der von Mitte/Ende Juli bis Anfang September aktiv ist. Mit einer Flügelspannweite von etwa 25 bis 32 Millimeter und einer braun-grau-weißen Färbung, ist der Schmetterling relativ unscheinbar.

Von Ende Juli bis in den September fliegen die Falter in der Dämmerung bis in die frühen Morgenstunden (bis zu 20 km), besonders bei trockener Witterung. Die Weibchen legen bis zu 200 Eier im oberen Kronenbereich von Eichen innerhalb kürzester Zeit ab. Die Eier sind mohnkorngroß und haben eine silbergraue Farbe und für das menschliche Auge kaum zu sehen.

Der Falter selbst ist völlig ungefährlich – das eigentliche Problem sind die Brennhaare seiner Raupen.

Erkennungsmerkmale der Falter:

Wie gefährlich ist der EPS?

Beim Eichenprozessionsspinner sind die Raupenhaare das Problem. Ab dem Larvenstadium 3 bilden sich die gefährlichen Brennhaare an der Raupe. Selbst nach der Verpuppungszeit bleiben in den alten Nestern Härchen und Häutungsreste zurück, die für Gartenarbeiter sogar nach 3 Jahren noch gefährlich sein können.

Die mit Widerhaken ausgestatteten Brennhaare beinhalten das Nesselgift Thaumetopoein. Dieses Gift dringt bei Kontakt in die Haut und die Schleimhäute des Menschen ein, wobei besonders empfindliche Hautpartien im Gesicht, am Hals und an der Innenseite der Ellbogen betroffen sind und löst diverse Krankheitsbilder aus.

Bekämpfung von Eichenprozessionsspinnern

Methode 1: Sprühen

Mithilfer einer Sprühkanone auf unserem Auto können wir bis zu 39 Bäume mit einer Wassertankfüllung behandeln.

Das Sprühfahrzeug ist ausgestattet mit:

  • optimierten Düsen für extra feinen Nebel
  • einer Vorrichtung für die elektrostatischer Aufladung der Tröpfchen
  • einer speziellen Steuerung, die jeden Baum richtig dosiert
  • einem Kamerasystem für effizientes, zügiges Arbeiten

Mit diesem System können wir selbst Bäume von bis zu 45 Metern vollständig behandeln. Alternativ verwenden wir für nicht zugängliche Bäume mit bis 30 Metern Höhe ein spezielles Handgerät .

Dank unseres modernen Sprühsystems benötigen wir pro Baum nur etwa 15 Sekunden. Dadurch vermindern wir unnötige CO2-Belastungen für Anwohner, Tiere und Umwelt und erreichen eine nahezu 100-prozentige Tilgung. Mit unserem geländetauglichen Fahrzeug sind auch schwer zugängliche Flächen wie Äcker in der Regel gut erreichbar.

>> Eine vorbeugende Bekämpfung mit hochwirksamen Präparaten kann nur vor dem dritten Häutungsstadium der Raupen von April bis Mai durchgeführt werden.

Biologisches Sprühmittel

Wir verwenden ausschließlich biologische Präparate bei der EPS-Bekämpfung. Somit wird eine Gefährdung von anderen Insekten wie Bienen vermieden. Durch die fast vollständige Tilgung der jungen Larven ist dies die beste und günstigste Variante der Bekämpfung. Daher empfehlen wir diese Methode für Städte und Gemeinden.

Methode 2: Absaugen

Für die EPS-Bekämpfung ab Larvenstadium 3 empfehlen wir eine Nestentfernung möglichst vor der Entwicklung des Falters im Juli: Einerseits, um die gesundheitliche Gefahr für den Menschen möglichst gering zu halten, andererseits um die erneute Eiablage im November zu reduzieren.

Die Akutbekämpfung wird in der Regel im Absaugverfahren durchgeführt. Dabei werden die Raupen, Gespinstnester und Häutungsreste mittels eines Spezialabsauggerätes (Filterklasse H) entfernt. Die geschulten Schädlingsbekämpfer können hier nur in Vollschutz und Umluftmaske arbeiten. Nach der Behandlung erfolgt die fachgerechte Entsorgung des Materials und der notwendigen Arbeitsschutzausrüstung in einer Sonderverbrennungsanlage.

Durch Hubsteiger, lange Bekämpfungszeiten, Entsorgung und Schutzkleidung fallen hier höhere Kosten als beim Sprühen an.

Unsere Preisgestaltung bei Eichenprozessionsspinnern

Wir erstellen gern ein Angebot vor Ort. Für die Preisgestaltung sind unter anderem Faktoren wie Baummenge, Größe und Erreichbarkeit verantwortlich.

Sammelbestellung möglich

Viele Gemeinden führen im April die Vorbehandlung gegen EPS durch (Sprühauto). Wenn Sie Eichen auf Ihrem Grundstück haben, melden Sie sich bei Ihrer Gemeinde. Durch hohe Baumanzahl wird der Preis für jeden einzelnen deutlich günstiger.

Kosten für Sprühaktion (April – Mai)

Forey ES ist ein biologisches Sprühmitteln gegen Eichenprozessionsspinner und kann von Mitte April bis Mitte Mai eingesetzt werden.

Hier ist nur eine Behandlung notwendig.

Kosten:
ab 17,- € pro Baum (netto)

Nematoden sind Fadenwürmer und werden als natürliche Feinde gegen Eichenprozessionsspinner eingesetzt. Nematoden sind insbesondere für Wasserschutzgebiete geeignet, die Behandlung kann jedoch nur Nachts erfolgen.

Hier sind zwei Behandlungen notwendig.

Kosten:
ab 39,- € pro Baum (netto)

Kosten für Absaugen (Juni – Juli)

Von Juni bis Juli findet die Akutbekämpfung von EPS-Nestern per Absaugverfahren statt. Die Arbeiten müssen unter Vollschutz und Umluftmasken erfolgen.

Die Entsorgung der abgesaugten Nester übernehmen wir.

Kosten:
ab 79,- € pro Baum (netto)

Im Preis sind Material, Entsorgung und Arbeitszeit bereits inbegriffen. Sollte ein Hubsteiger notwendig sein, wird dieser extra ausgewiesen.

Mo – Fr: 8.00 – 19.00 Uhr   |   Sa – So: 9.00 – 16.00 Uhr

[per E-Mail 24/7 erreichbar]

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FAQ

Die häufigsten Fragen zu Eichenprozessionsspinnern

Ja, der Kuckkuck ist der einzige bekannte einheimische Vogel, der die Raupen fressen kann, ohne dabei Schaden zu nehmen. Der ausgewachsene Falter steht bei Fledermäusen auf dem Speiseplan. Neuste Versuche zeigen auch, dass Meisen die Raupen fressen (zumindest solange, bis die Brennhaare aktiv werden).

Wir raten vom Aufbau von Nistkästen für Meisen jedoch ab. Zum einen schaffen es die Vögel gar nicht, in so kurzer Zeit auch nur eine einzige Eiche von EPS zu säubern. Im Durchschnitt besiedeln etwa 5.000 Raupen einen Baum. Zum anderen bewohnen die Raupen gerne selbst die aufgebauten Nistkästen.

Ja. Forey ES, das Mittel, welches wir im Einsatz haben, ist speziell auf die Raupen des Eichenprozessionsspinners zugeschnitten. Dieses Mittel haftet durch das Sprühen am Eichenblatt. Da es sich hierbei um ein Fraßgift handelt, sind nur die Insekten betroffen, die Eichenblätter fressen – also nur der Eichenprozessionsspinner.

Zum einen sind Nemathoden UV-empfindlich. Das bedeutet, es ist nur eine sehr kurze Bekämpfungsdauer gegeben, bis die Sonne wieder aufgeht. Ebenso benötigen Nemathoden mind. 8 – 10°C, um richtig aktiv zu werden. Diese warmen Nächte sind im April und Mai oft ein Glückspiel. Durch die begrenzte Bekämpfungsdauer führt man nach ca. einer Woche eine zweite Sprühung durch, um alle Raupen zu bekämpfen.

  • Die Bekämpfungserfolge beim Sprühen liegen bei 98 Prozent (Erfahrungswerte der letzten Jahre).
  • Kostenfaktor: Sprühbehandlungen sind bis zu 75 Prozent günstiger
  • Zeitfaktor: Beim Sprühen benötigen wir ca. 15 Sekunden pro Baum, beim Absaugen wird es schnell eine Stunde pro Baum.
  • Wenig Materialverbrauch. Nur ca. 10 Liter Spritzbrühe und unser Spezialfahrzeug.

Zudem ist Sprühen umweltfreundlicher: Wir benötigen keine Schutzanzüge, beanspruchen keine Müllverbrennung und es entstehen keine unnötigen CO2-Belastungen durch zeitaufwendige Hebebühnen-Einsätze. Zu guter Letzt kommt bei der Vorbehandlung kein Mensch in Kontakt mit Brennhaaren.

Davon ist in jedem Fall dringend abzuraten. Beim Absammeln von Raupen und
Nestern besteht die Gefahr, dass die Brennhaare sich weiter verteilen und sich das Problem so nur noch verschärft. Es kann ohne Spezialausrüstung zu Reizungen der Haut und der Atemwege kommen, im schlimmsten Fall bis hin zum anaphylaktischen Schock.

Auch vom Abbrennen ist dringend abzuraten. Durch die Hitze werden die Brennhaare nur noch mehr verteilt. Auch gab es schon Fälle, bei denen Bäume Feuer fingen und ein Feuerwehreinsatz nötig war.

Wir arbeiten zu 90 Prozent mit den Gemeinden zusammen. Durch die hohe Baumanzahl sinkt der Gesamtpreis verhältnismäßig. Wir legen jeder Gemeinde ans Herz, die Anwohner zu informieren, dass diese sich an eine Behandlung anschließen mögen.

Kosten trägt natürlich der jeweilige Haushalt. Die Kosten fallen aber bei weitem geringer aus,  als wenn jeder einzeln ein Schädlingsunternehmen beauftragt.

Infos dazu finden Sie meist im Rathaus oder beim Bauhof Ihrer Gemeinde.

Auswirkungen für Mensch und Tier

Die mit Widerhaken ausgestatteten Brennhaare beinhalten das Nesselgift Thaumetopein. Dieses Gift dringt bei Kontakt in die Haut und die Schleimhäute des Menschen ein, wobei besonders empfindliche Hautpartien im Gesicht, am Hals und an der Innenseite der Ellbogen betroffen sind und löst diverse Krankheitsbilder aus:

Welche Symptome können nach einem Kontakt auftreten?

  • Allgemeine Symptome wie Müdigkeit, Fieber, Schwindelgefühl bis hin zu allergischen Schockreaktionen.
  • Starker Juckreiz mit häufig insektenstichartigen Blasen, nesselsuchtartigen Quaddeln (häufig sogar am ganzen Körper) oder punktuellen Hautrötungen. Die Hautreaktionen halten ohne ärztliche Behandlung oft ein bis zwei Wochen an.
  • Augenentzündungen: Zum Teil schwere Bindehautentzündungen, stark gerötete und geschwollene Augenlider.
  • Atemwegsentzündungen: Einatmen von Brennhaaren kann zu Entzündungen im Rachenbereich, zu Schleimhautreizungen und Bronchitis mit schmerzhaftem Husten und Asthma führen. In Einzelfällen sind auch allergische Schockreaktionen möglich

 

Die auftretenden allergischen Reaktionen sind je nach betroffener Person sehr unterschiedlich. Die Empfindlichkeit betroffener Personen und die Reaktionsintensität derer steigt mit der Anzahl der Kontakte mit den Brennhaaren des Eichenprozessionsspinners. Im schlimmsten Fall kann diese Reaktion bis zum Tod führen.

Mo – Fr: 8.00 – 19.00 Uhr   |   Sa – So: 9.00 – 16.00 Uhr

Kontakt per E-Mail: 24/7 erreichbar

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